Rund 309.000 Euro – auf diesen rechnerischen Orientierungswert kommt ein durchschnittliches Einfamilienhaus in St. Pölten mit 110 m² Wohnfläche, gebaut zwischen 1961 und 1990, auf einem mittelgroßen Grundstück zwischen 600 und 820 m². Grundlage sind die regionalen Durchschnittsdaten mit Preisniveau 2025. Diese eine Zahl ist ein guter Ausgangspunkt – aber eben nur ein Ausgangspunkt. Wer den Hauswert für St. Pölten berechnen möchte, sollte wissen, wie stark Wohnfläche, Baujahr und Grundstücksgröße diesen Wert nach oben oder unten verschieben. Genau darum geht es in diesem Beitrag.
Der Orientierungswert im Überblick: Quadratmeterpreise 2025
Für die niederösterreichische Landeshauptstadt weisen die Durchschnittsdaten aus dem Jahr 2025 rechnerische Quadratmeterwerte zwischen rund 1.680 und 5.480 Euro aus. Die Werte gliedern sich nach Grundstücksgröße (Kategorie A: unter 600 m², Kategorie B: 600–820 m², Kategorie C: über 820 m²), Bauperiode und Wohnfläche:
| Grundstück | Bis 1960 | 1961–1990 | Ab 1991 |
|---|---|---|---|
| Kategorie A (unter 600 m²) | 2.899 / 2.259 / 1.684 | 3.537 / 2.755 / 2.055 | 4.694 / 3.657 / 2.727 |
| Kategorie B (600–820 m²) | 3.299 / 2.570 / 1.917 | 3.611 / 2.813 / 2.098 | 4.994 / 3.891 / 2.902 |
| Kategorie C (über 820 m²) | 3.470 / 2.703 / 2.016 | 4.186 / 3.261 / 2.432 | 5.479 / 4.268 / 3.183 |
Angaben in Euro pro m² Wohnfläche, jeweils für Wohnflächen unter 90 m² / 90–130 m² / über 130 m². Quelle: regionale Durchschnittsdaten, Preisniveau 2025 (Transaktionen 2021–2025).
Auf Basis dieser Daten liegt der rechnerische Orientierungswert für ein Haus in St. Pölten mit 90 bis 130 m² Wohnfläche, Bauperiode 1961–1990 und mittlerer Grundstücksgröße bei rund 2.813 Euro pro Quadratmeter. Bei 110 m² Wohnfläche ergibt sich daraus der eingangs genannte Richtwert von rund 309.000 Euro. Der tatsächlich erzielbare Preis kann je nach Lage, Zustand und Ausstattung deutlich abweichen.
Warum ein größeres Haus nicht automatisch mehr wert ist
Auffälligste Eigenschaft der St. Pöltner Daten: Der Quadratmeterwert sinkt mit steigender Wohnfläche um rund 42 Prozent – und zwar bemerkenswert gleichmäßig über alle Grundstückskategorien und Bauperioden hinweg. Ein kompaktes Haus unter 90 m² aus den Jahren 1961–1990 auf mittlerem Grundstück kommt auf rund 3.611 Euro pro m², ein Haus über 130 m² derselben Kategorie nur auf rund 2.098 Euro.
Rechnerisch führt das zu einem Ergebnis, das viele Eigentümer überrascht:
- 85 m² Wohnfläche × 3.611 €/m² ≈ 307.000 Euro
- 110 m² Wohnfläche × 2.813 €/m² ≈ 309.000 Euro
- 140 m² Wohnfläche × 2.098 €/m² ≈ 294.000 Euro
Nach den Durchschnittsklassen wäre ein deutlich größeres Haus in Summe also kaum mehr – teils sogar rechnerisch weniger – wert als ein kompaktes. Das ist ein statistischer Effekt der Klassenbildung und keine Aussage über ein konkretes Objekt: In der Klasse „über 130 m²“ stecken auch sehr große Häuser, die den Durchschnitt drücken. Für die eigene Einschätzung heißt das vor allem: Zusätzliche Wohnfläche erhöht den Gesamtwert nicht im gleichen Verhältnis.
Baujahr und Grundstücksgröße: die stillen Werttreiber
Zwei weitere Faktoren verschieben den Orientierungswert spürbar:
- Baujahr: Häuser ab 1991 liegen in der mittleren Wohnflächenklasse rund 38 Prozent über der Bauperiode 1961–1990 (3.891 statt 2.813 €/m²). Interessant: Häuser aus der Zeit bis 1960 liegen in St. Pölten unter den Werten der Bauperiode 1961–1990 – je nach Grundstückskategorie um rund 9 bis 22 Prozent. Ein Altbau ist hier im Durchschnitt also nicht automatisch die wertvollste Kategorie.
- Grundstücksgröße: Von der kleinsten zur größten Grundstückskategorie steigt der Quadratmeterwert um rund 18 Prozent (2.755 auf 3.261 €/m² bei 90–130 m², 1961–1990). Bemerkenswert dabei: Der Sprung von Kategorie A auf B beträgt nur rund 2 Prozent, erst über 820 m² Grundstücksfläche legt der Wert deutlich zu.
In Beispielen für ein Haus mit 110 m² auf mittlerem Grundstück: Bauperiode bis 1960 rund 283.000 Euro, 1961–1990 rund 309.000 Euro, ab 1991 rund 428.000 Euro – eine Spannweite von gut 50 Prozent allein durch das Baujahr.
St. Pölten im niederösterreichischen Vergleich
Mit rund 2.813 €/m² (90–130 m², 1961–1990, mittleres Grundstück) liegt die Landeshauptstadt im NÖ-Vergleich im Mittelfeld: rund 37 Prozent unter Mödling (4.473 €/m²), deutlich unter Korneuburg (3.524), Baden (3.244) und Tulln (3.195), aber praktisch gleichauf mit Wiener Neustadt (2.850) und rund 19 Prozent über Amstetten (2.366). Auffällig ist auch der geringe Abstand zum Umland: Der Bezirk St. Pölten-Land liegt mit rund 2.762 €/m² nur knapp 2 Prozent unter der Stadt.
Wie sich andere Immobilientypen in St. Pölten entwickeln, zeigen unsere Beiträge Quadratmeterpreis Eigentumswohnungen St. Pölten und Preisentwicklung Bauland St. Pölten.
Vom Durchschnitt zum eigenen Haus: so entsteht Ihre Preiseinschätzung
Durchschnittswerte beantworten die Frage „Was sind Häuser in St. Pölten wert?“ – nicht die Frage „Was ist mein Haus wert?“. Der Online-Rechner von IMMOCHECK24 verbindet die regionalen Durchschnittsdaten mit Ihren Angaben zu Wohnfläche, Baujahr und Grundstück und liefert daraus in wenigen Minuten eine unverbindliche Preiseinschätzung – kostenlos, anonym und ohne Anmeldung. Für die Landeshauptstadt gibt es dafür eine eigene Ortsseite: Haus bewerten in 3100 St. Pölten.
Was die Online-Einschätzung nicht leisten kann
Eine digitale Preiseinschätzung ist eine rechnerische Näherung auf Basis von Durchschnittsdaten. Sie ersetzt kein Verkehrswertgutachten, keine Sachverständigenbewertung und keine individuelle Besichtigung. Faktoren wie Mikrolage, Sanierungszustand, Energieeffizienz, Raumaufteilung oder rechtliche Besonderheiten kann kein Durchschnittswert abbilden. Als erste Orientierung vor einem Verkaufsgespräch, einer Erbschaftsregelung oder einer Finanzierungsanfrage ist sie dennoch ein sinnvoller Startpunkt.
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Hinweis: Die angezeigte Preiseinschätzung ist unverbindlich und ersetzt keine individuelle Immobilienbewertung, kein Verkehrswertgutachten und keine Sachverständigenbewertung. Die Berechnung nutzt regionale Durchschnittsdaten und nutzerseitige Angaben als Grundlage. Der tatsächliche erzielbare Preis kann je nach Lage, Zustand, Ausstattung, Nachfrage, rechtlicher Situation und weiteren individuellen Faktoren abweichen.
Häufige Fragen zum Hauswert in St. Pölten
Was ist ein Haus in St. Pölten aktuell wert?
Auf Basis der Durchschnittsdaten mit Preisniveau 2025 liegen Häuser in St. Pölten rechnerisch zwischen rund 1.680 und 5.480 Euro pro m² Wohnfläche – je nach Grundstücksgröße, Baujahr und Wohnfläche. Ein typisches Haus mit 110 m² aus der Bauperiode 1961–1990 kommt auf einen Orientierungswert von rund 309.000 Euro. Der tatsächliche Wert eines konkreten Hauses kann davon deutlich abweichen.
Wie funktioniert die Hauswert-Berechnung für St. Pölten?
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Warum kann der tatsächliche Verkaufspreis vom Orientierungswert abweichen?
Durchschnittswerte bilden viele Verkäufe ab, aber kein einzelnes Objekt. Mikrolage, Zustand, Ausstattung, Energieeffizienz, Grundriss und die aktuelle Nachfrage können den erzielbaren Preis deutlich über oder unter den rechnerischen Wert verschieben.
Ersetzt die Online-Einschätzung ein Verkehrswertgutachten?
Nein. Die Einschätzung ist eine statistische Näherung und ersetzt weder ein Verkehrswertgutachten noch eine Sachverständigenbewertung. Für rechtlich verbindliche Anlässe – etwa Gerichtsverfahren oder steuerliche Bewertungen – ist ein Gutachten erforderlich.
Welche Faktoren beeinflussen den Hauswert in St. Pölten besonders stark?
Nach den Durchschnittsdaten vor allem das Baujahr (Neubauten ab 1991 rund 38 Prozent über der Bauperiode 1961–1990) und die Wohnflächenklasse (kompakte Häuser erzielen deutlich höhere Quadratmeterwerte). Die Grundstücksgröße wirkt sich vor allem oberhalb von 820 m² wertsteigernd aus.

