Klosterneuburg gehört verwaltungstechnisch zum Bezirk Tulln – am Grundstücksmarkt spielt die Stadt jedoch in einer eigenen Liga. Während Bauland im Bezirksdurchschnitt bei rund 238 Euro pro Quadratmeter liegt, weisen die Durchschnittsdaten für die Stadtgemeinde Klosterneuburg rund 719 Euro pro Quadratmeter aus – etwa das Dreifache. Wer hier ein Grundstück besitzt, orientiert sich also besser nicht an Bezirkszahlen, sondern an den Werten der eigenen Gemeinde. Dieser Beitrag zeigt, welche Orientierungswerte 2025 gelten, welche Fehleinschätzungen Eigentümern beim Thema Grundstückswert typischerweise unterlaufen – und wie Sie eine erste unverbindliche Preiseinschätzung erhalten.
Der rechnerische Orientierungswert für Bauland in Klosterneuburg
Auf Basis der verfügbaren Durchschnittsdaten aus dem Jahr 2025 liegt der rechnerische Orientierungswert für Baugrundstücke in der Stadtgemeinde Klosterneuburg bei rund 719 Euro pro Quadratmeter. Damit zählt Klosterneuburg zu den teuersten Grundstückslagen Niederösterreichs.
Für eine erste Größenordnung:
- Bei einem Grundstück mit rund 600 m² ergibt sich ein grober rechnerischer Richtwert von rund 431.000 Euro.
- Bei rund 800 m² sind es rechnerisch rund 575.000 Euro.
Beide Werte sind statistische Näherungen auf Basis regionaler Durchschnittsdaten. Der tatsächlich erzielbare Preis kann je nach Lage, Widmung, Zuschnitt und weiteren Faktoren deutlich abweichen – dazu unten mehr.
Fehleinschätzung 1: „Der Bezirksdurchschnitt gilt auch für Klosterneuburg“
Viele Eigentümer stoßen bei der Recherche zuerst auf Bezirkswerte. Für Klosterneuburg führt das in die Irre: Der Bezirk Tulln kommt 2025 auf durchschnittlich rund 238 Euro pro Quadratmeter Bauland – die Stadtgemeinde Klosterneuburg liegt mit rund 719 Euro etwa 200 Prozent darüber. Kaum eine andere Gemeinde Niederösterreichs entfernt sich so weit von ihrem eigenen Bezirksschnitt.
Der Grund liegt auf der Hand: Klosterneuburg grenzt direkt an Wien, ist über Bahn und Donauufer schnell mit der Stadt verbunden und verbindet Wienerwald-Lage mit städtischer Infrastruktur. Preislich hat die Stadt mit dem übrigen, überwiegend ländlich geprägten Bezirk wenig gemeinsam. Wer den Wert eines Klosterneuburger Grundstücks mit Bezirkszahlen kalkuliert, unterschätzt ihn rechnerisch um mehr als die Hälfte.
Fehleinschätzung 2: „Die Nachbargemeinde ist ein guter Maßstab“
Auch der Blick in die Umgebung hilft nur bedingt. Die Durchschnittswerte 2025 im Bezirk Tulln zeigen ein starkes Gefälle:
- Klosterneuburg: rund 719 €/m²
- St. Andrä-Wördern: rund 382 €/m²
- Tulln an der Donau: rund 346 €/m²
- Zeiselmauer-Wolfpassing: rund 326 €/m²
- Königstetten: rund 317 €/m²
- Großriedenthal: rund 57 €/m²
Schon die unmittelbar angrenzende Gemeinde St. Andrä-Wördern liegt bei knapp über der Hälfte des Klosterneuburger Werts. Zwischen der teuersten und der günstigsten Gemeinde des Bezirks liegt der Faktor zwölf. Preisvergleiche über Gemeindegrenzen hinweg sind bei Baugrundstücken deshalb besonders fehleranfällig – maßgeblich ist der Durchschnittswert der eigenen Gemeinde, und selbst innerhalb Klosterneuburgs unterscheiden sich Lagen erheblich.
Fehleinschätzung 3: „In Wien ist Baugrund automatisch teurer“
Interessant ist der Vergleich über die Stadtgrenze: Im angrenzenden Wiener Bezirk Floridsdorf liegt der rechnerische Durchschnittswert für Baugrundstücke bei rund 670 Euro pro Quadratmeter – also sogar leicht unter dem Klosterneuburger Niveau. Mehr dazu im Beitrag Grundstückswert berechnen Floridsdorf.
Im niederösterreichischen Städtevergleich 2025 bewegt sich Klosterneuburg in der Spitzengruppe: Mödling (rund 765 €/m²) und Baden (rund 728 €/m²) liegen knapp darüber, Gerasdorf bei Wien (rund 656 €/m²) und die Stadt Korneuburg (rund 500 €/m²) darunter. Wie sich die Werte am anderen Donauufer entwickeln, zeigt der Beitrag Quadratmeterpreis Baugrundstücke Korneuburg.
Warum Ihr Grundstück vom Durchschnitt abweichen kann
Der Durchschnittswert von rund 719 Euro pro Quadratmeter ist eine Rechengröße über viele Transaktionen – kein Preisschild für ein konkretes Grundstück. Gerade in Klosterneuburg können einzelne Faktoren den Wert deutlich nach oben oder unten verschieben:
- Lage und Topografie: Hanglagen am Wienerwald mit Aussicht werden anders bewertet als Grundstücke an stark befahrenen Straßen oder in Randlagen.
- Widmung und Bebauungsbestimmungen: Bauklasse, Bebauungsdichte und mögliche Nutzung bestimmen wesentlich, was ein Käufer realisieren kann.
- Zuschnitt und Größe: Sehr schmale, steile oder ungünstig geschnittene Grundstücke erzielen oft niedrigere Quadratmeterpreise.
- Aufschließung: Anschlüsse für Wasser, Kanal, Strom und Zufahrt beeinflussen die Kalkulation.
- Altbestand: Ein sanierungsbedürftiges Gebäude auf dem Grundstück kann den Wert mindern, wenn Abbruchkosten einzurechnen sind.
Erste Orientierung mit dem Online-Rechner
Für eine erste, unverbindliche Preiseinschätzung genügen wenige Angaben: Der IMMOCHECK24-Rechner verbindet regionale Durchschnittsdaten mit Ihren Eckdaten zum Grundstück und liefert sofort einen rechnerischen Orientierungswert – kostenlos und anonym. Er ersetzt kein Gutachten, hilft aber, ein realistisches Erwartungsfenster abzustecken, bevor Sie weitere Schritte setzen.
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Für Klosterneuburg steht eine eigene Rechnerseite zur Verfügung: Baugrundstück bewerten in 3400 Klosterneuburg.
Hinweis: Die angezeigte Preiseinschätzung ist unverbindlich und ersetzt keine individuelle Immobilienbewertung, kein Verkehrswertgutachten und keine Sachverständigenbewertung. Die Berechnung nutzt regionale Durchschnittsdaten und nutzerseitige Angaben als Grundlage. Der tatsächliche erzielbare Preis kann je nach Lage, Zustand, Ausstattung, Nachfrage, rechtlicher Situation und weiteren individuellen Faktoren abweichen.
Häufige Fragen zu Baulandpreisen in Klosterneuburg
Was ist ein Baugrundstück in Klosterneuburg aktuell wert?
Auf Basis der Durchschnittsdaten 2025 liegt der rechnerische Orientierungswert bei rund 719 Euro pro Quadratmeter. Ein Grundstück mit 800 m² käme damit rechnerisch auf rund 575.000 Euro. Der tatsächliche Wert hängt von Lage, Widmung, Zuschnitt und weiteren Faktoren ab.
Warum liegt Klosterneuburg so weit über dem Bezirksdurchschnitt Tulln?
Klosterneuburg grenzt direkt an Wien und verbindet gute Anbindung mit Wienerwald- und Donaulage. Der übrige Bezirk Tulln ist deutlich ländlicher geprägt. Deshalb liegt die Stadt mit rund 719 €/m² etwa dreimal so hoch wie der Bezirksdurchschnitt von rund 238 €/m².
Wie wird der Grundstückswert für Klosterneuburg berechnet?
Der Online-Rechner nutzt regionale Durchschnittsdaten und Ihre Angaben zu Standort und Fläche. Daraus entsteht eine statistische Näherung – eine erste Orientierung, keine exakte Wertermittlung.
Ersetzt der IMMOCHECK24-Rechner ein Verkehrswertgutachten?
Nein. Der Rechner liefert eine unverbindliche Preisindikation auf Datenbasis. Für rechtlich belastbare Bewertungen – etwa bei Gericht, Bank oder Behörde – ist ein Sachverständigengutachten erforderlich.
Datenbasis: Durchschnittspreise pro Quadratmeter Baugrundstück auf Gemeinde- und Bezirksebene, berechnet aus Transaktionsdaten der Jahre 2021–2025, angepasst an das Preisniveau 2025.

