17. August 2026

Wohnungspreise Mödling 2025: Was Eigentümer wissen sollten

Wohnungspreise Mödling 2025: rund 2.670–5.250 €/m² je nach Baujahr und Außenflächen. Wohnungswert für 2340 Mödling kostenlos & anonym einschätzen.

Wohnungspreise Mödling 2025: Was Eigentümer wissen sollten

Mödling ist in den letzten Jahren enger an Wien herangewachsen, als es die Bezirksgrenze vermuten lässt. Badner Bahn, S-Bahn und die Nähe zur A2 machen die Bezirkshauptstadt für Pendler attraktiv, die Altstadt und die Lage am Rand des Wienerwalds für Zuzügler, die etwas mehr Platz suchen. Für Eigentümer hat diese Entwicklung eine praktische Folge: Wer eine Wohnung in Mödling besitzt, kann sich beim Wert kaum an Erfahrungen aus dem übrigen Niederösterreich orientieren – die Zahlen liegen hier deutlich höher. Umgekehrt lassen sich Wiener Preisvorstellungen auch nicht einfach übernehmen. Ein Blick auf die aktuellen Durchschnittsdaten sortiert das ein.

Wohnungspreise in Mödling: die Durchschnittswerte 2025

Die aktuellsten verfügbaren Durchschnittsdaten stammen von der Statistik Austria (Datenbasis 2021–2025, an das Preisniveau 2025 angepasst). Für den Bezirk Mödling werden sie nach Baujahr, Wohnfläche und dem Vorhandensein von Außenflächen unterschieden. Für Eigentumswohnungen ohne Balkon, Terrasse oder Garten liegen die rechnerischen Orientierungswerte bei:

  • Baujahr bis 1960: rund 2.963 €/m² (unter 64 m²), 2.670 €/m² (64–82 m²), 2.721 €/m² (über 82 m²)
  • Baujahr 1961–1990: rund 3.134 €/m², 2.825 €/m² bzw. 2.878 €/m²
  • Baujahr ab 1991: rund 4.446 €/m², 4.007 €/m² bzw. 4.083 €/m²

Für Wohnungen mit Außenflächen weist dieselbe Quelle folgende Werte aus:

  • Baujahr bis 1960: rund 4.381 €/m², 3.948 €/m² bzw. 4.023 €/m²
  • Baujahr 1961–1990: rund 3.694 €/m², 3.328 €/m² bzw. 3.392 €/m²
  • Baujahr ab 1991: rund 5.253 €/m², 4.734 €/m² bzw. 4.824 €/m²

Die Bandbreite reicht damit von rund 2.670 bis 5.250 Euro pro Quadratmeter. Drei Muster sind für Eigentümer besonders aufschlussreich:

  • Außenflächen wirken stark – aber ungleich. Bei Altbauwohnungen bis 1960 liegt der ausgewiesene Wert mit Balkon oder Garten rund 48 Prozent über dem Vergleichswert ohne Außenfläche. In den Bauperioden 1961–1990 und ab 1991 beträgt der rechnerische Aufschlag jeweils etwa 18 Prozent.
  • Ohne Außenfläche liegt der Bestand der 60er bis 80er Jahre vorn. Wohnungen der Periode 1961–1990 werden hier höher ausgewiesen als solche bis 1960 – anders als in vielen Wiener Gründerzeitbezirken, wo der Altbau die Spitze bildet. Mit Außenfläche kehrt sich das Verhältnis um.
  • Kleine Wohnungen haben den höheren Quadratmeterpreis. Wohnungen unter 64 m² liegen in allen sechs Kategorien über den größeren Flächenklassen.

Was diese Zahlen konkret bedeuten

Für Eigentümer ist die entscheidende Frage nicht der Quadratmeterpreis, sondern der Gesamtbetrag. Ein Beispiel: Für eine 75 m² große Wohnung aus der Bauperiode 1961–1990 ohne Balkon ergibt sich bei rund 2.825 €/m² ein grober rechnerischer Richtwert von etwa 212.000 Euro. Käme ein Balkon dazu, läge der rechnerische Wert bei etwa 250.000 Euro. Dieselbe Fläche im Neubaubestand ab 1991 mit Außenfläche würde bei rund 4.734 €/m² auf etwa 355.000 Euro kommen.

Diese Beträge sind keine Angebote und keine Preisprognosen. Sie zeigen die Größenordnung, in der sich ein Gespräch bewegt – und genau das fehlt vielen Eigentümern am Anfang. Wer stattdessen von einzelnen Inseraten ausgeht, orientiert sich an Angebotspreisen, nicht an tatsächlich erzielten Kaufpreisen. Die hier genannten Werte beruhen dagegen auf tatsächlichen Transaktionen der Jahre 2021 bis 2025.

Mödling im Vergleich mit dem Umland

Zur Einordnung hilft der Blick auf dieselbe Kategorie in benachbarten Bezirken. Für Wohnungen der Bauperiode 1961–1990 mit 64 bis 82 m² ohne Außenflächen weist die Statistik Austria für 2025 aus:

  • Mödling: rund 2.825 €/m²
  • Tulln: rund 2.701 €/m²
  • Korneuburg: rund 2.561 €/m²
  • Baden: rund 2.519 €/m²
  • Bruck an der Leitha: rund 2.038 €/m²
  • Wiener Neustadt (Stadt): rund 2.059 €/m²
  • St. Pölten (Stadt): rund 1.838 €/m²

Mödling liegt damit in dieser Kategorie an der Spitze der niederösterreichischen Bezirke – auch vor Baden und Korneuburg. Der Vergleich mit dem unmittelbar angrenzenden Wiener Bezirk Liesing (rund 3.259 €/m² in derselben Kategorie) zeigt gleichzeitig, dass die Stadtgrenze weiterhin einen messbaren Unterschied macht. Für Eigentümer heißt das: Mödling ist teuer für niederösterreichische Verhältnisse, aber nicht Wien.

Warum der tatsächliche Wert abweichen kann

Ein Durchschnittswert fasst viele unterschiedliche Objekte zusammen. Er kennt weder die konkrete Wohnung noch das Haus, in dem sie liegt. Typische Punkte, die in einer Bezirksstatistik nicht abgebildet sind:

  • Mikrolage: Eine Wohnung in der Fußgängerzone oder in Ruhelage am Hang wird anders eingeschätzt als eine an einer Durchzugsstraße.
  • Zustand und Ausstattung: Sanierte Bäder, neue Fenster, Fußbodenheizung oder ein erst kürzlich getauschtes Heizsystem gehen in Durchschnittsdaten nicht ein.
  • Das Gebäude: Lift, Zustand des Stiegenhauses, Höhe der Rücklage und anstehende Sanierungen in der Eigentümergemeinschaft.
  • Rechtliche Situation: bestehende Vermietung, Wohnungseigentumsvertrag, Nutzungsbeschränkungen oder Lasten im Grundbuch.
  • Aktuelle Nachfrage: Wie viele vergleichbare Wohnungen gerade angeboten werden, fließt in einen Fünfjahresdurchschnitt nicht ein.

Was der Online-Rechner leisten kann – und was nicht

Ein Immobilienrechner nimmt die regionalen Durchschnittswerte als Ausgangspunkt und verknüpft sie mit den Angaben, die Eigentümer selbst eintragen: Wohnfläche, Baujahr, Außenflächen, Zustand. Das Ergebnis ist eine unverbindliche rechnerische Schätzung – nützlich als erste Orientierung, bevor Termine vereinbart oder Preisvorstellungen formuliert werden.

Was er nicht leisten kann: eine geprüfte Bewertung des konkreten Objekts. Wer eine belastbare Grundlage braucht – etwa für eine Verlassenschaft, eine Scheidung, eine Finanzierung oder eine Auseinandersetzung mit dem Finanzamt –, benötigt eine individuelle Begutachtung vor Ort. Der Rechner ersetzt sie nicht, er geht ihr voraus.

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Hinweis: Die angezeigte Preiseinschätzung ist unverbindlich und ersetzt keine individuelle Immobilienbewertung, kein Verkehrswertgutachten und keine Sachverständigenbewertung. Die Berechnung nutzt regionale Durchschnittsdaten und nutzerseitige Angaben als Grundlage. Der tatsächliche erzielbare Preis kann je nach Lage, Zustand, Ausstattung, Nachfrage, rechtlicher Situation und weiteren individuellen Faktoren abweichen.

Häufige Fragen zu Wohnungspreisen in Mödling

Was ist eine Wohnung in Mödling aktuell wert?

Auf Basis der Durchschnittsdaten für 2025 liegen die rechnerischen Orientierungswerte je nach Baujahr, Wohnfläche und Außenflächen bei rund 2.670 bis 5.250 Euro pro Quadratmeter. Für eine 75 m² große Wohnung der Bauperiode 1961–1990 ohne Balkon ergibt sich daraus ein grober Richtwert von etwa 212.000 Euro.

Wie wird der Wohnungswert für 2340 Mödling berechnet?

Der Online-Rechner verknüpft die regionalen Durchschnittspreise mit den Angaben zur Wohnung – insbesondere Wohnfläche, Baujahr und Außenflächen. Daraus entsteht eine statistische Näherung, kein individuell geprüfter Wert.

Warum sind Wohnungen in Mödling teurer als im übrigen Niederösterreich?

In den Daten zeigt sich ein deutliches Gefälle zwischen dem Wiener Umland und den weiter entfernten Bezirken. Als Erklärung gelten üblicherweise die Verkehrsanbindung, die Nähe zum Wiener Arbeitsmarkt und das begrenzte Angebot an Bauflächen im Süden Wiens. Eine Garantie für die künftige Entwicklung lässt sich daraus nicht ableiten.

Warum kann der tatsächliche Verkaufspreis vom Durchschnittswert abweichen?

Durchschnittswerte fassen viele unterschiedliche Objekte zusammen. Zustand, Ausstattung, Stockwerk, Lift, Mikrolage, Rücklagen der Eigentümergemeinschaft und die aktuelle Nachfrage können den erzielbaren Preis nach oben oder unten verschieben.

Ersetzt der IMMOCHECK24 Rechner eine Immobilienbewertung?

Nein. IMMOCHECK24 ist kein Makler, kein Gutachter und kein Sachverständiger. Der Rechner liefert eine unverbindliche Preisindikation als erste Orientierung – ein Verkehrswertgutachten oder eine Bewertung vor Ort ersetzt er nicht.

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