2. September 2026

Preisentwicklung Bauland Wiener Neustadt 2016 bis 2025

Preisentwicklung Bauland Wiener Neustadt: von rund 152 auf 333 €/m² seit 2016. Grundstückswert in 2700 Wiener Neustadt kostenlos & anonym einschätzen.

Wer 2016 ein 600 Quadratmeter großes Baugrundstück in Wiener Neustadt gekauft hat, zahlte auf Basis des damaligen Durchschnittswerts rechnerisch rund 91.000 Euro. Was wäre dasselbe Grundstück heute wert? Die Antwort aus den regionalen Durchschnittsdaten: rund 200.000 Euro – mehr als das Doppelte. Die Preisentwicklung für Bauland in Wiener Neustadt gehört damit zu den dynamischsten in Niederösterreich, verlief aber alles andere als gleichmäßig. Dieser Beitrag ordnet die Zahlen von 2016 bis 2025 ein und zeigt, was sie für Eigentümer bedeuten – als unverbindliche Orientierung, nicht als Bewertung.

Preisentwicklung Bauland Wiener Neustadt: die Zahlen 2016 bis 2025

Grundlage sind die regionalen Durchschnittswerte für Baugrundstücke (Statistik Austria, jeweils Fünfjahresfenster der Transaktionen, Preisniveau des jeweiligen Jahres). Für die Statutarstadt Wiener Neustadt und den umliegenden Bezirk Wiener Neustadt-Land ergibt sich folgendes Bild in Euro pro Quadratmeter:

  • 2016: Stadt 152 – Bezirk Land 83
  • 2017: Stadt 185 – Bezirk Land 93
  • 2018: Stadt 202 – Bezirk Land 92
  • 2019: Stadt 228 – Bezirk Land 94
  • 2020: Stadt 162 – Bezirk Land 102
  • 2021: Stadt 230 – Bezirk Land 95
  • 2022: Stadt 310 – Bezirk Land 110
  • 2023: Stadt 308 – Bezirk Land 111
  • 2024: Stadt 321 – Bezirk Land 117
  • 2025: Stadt 333 – Bezirk Land 123

Über die gesamte Dekade hat sich der rechnerische Quadratmeterwert in der Stadt um rund 120 Prozent erhöht, im Bezirk Wiener Neustadt-Land um rund 49 Prozent. Der aktuellste Orientierungswert für Bauland in Wiener Neustadt liegt damit bei rund 333 Euro pro Quadratmeter (Datenjahr 2025).

Zwei Phasen: steiler Anstieg bis 2022, Seitwärtsbewegung danach

Die Zeitreihe zerfällt in zwei klar unterscheidbare Abschnitte. Zwischen 2016 und 2022 ist der Durchschnittswert in der Stadt von rund 152 auf rund 310 Euro pro Quadratmeter gestiegen – eine Verdoppelung in sechs Jahren, mit besonders kräftigen Sprüngen 2021 und 2022. Seit 2022 hat sich das Tempo deutlich verlangsamt: 2023 lag der Wert praktisch unverändert bei 308 Euro, 2024 folgten plus 4 Prozent, 2025 plus 4 Prozent. In Summe ergibt das seit 2022 nur noch ein Plus von rund 7 Prozent in drei Jahren.

Diese Entwicklung deckt sich mit dem, was in anderen Teilen des Wiener Umlands zu beobachten ist: Nach dem Zinsanstieg ab 2022 und den strengeren Kreditvergaberegeln hat sich die Nachfrage nach Bauland spürbar beruhigt. Anders als etwa im Bezirk Mödling, wo die Werte zuletzt leicht rückläufig waren, ist der Durchschnittswert in Wiener Neustadt allerdings weiter gestiegen – nur eben langsamer.

Stadt und Umland driften auseinander

Ein Blick auf das Verhältnis zwischen Stadt und Bezirk Land zeigt eine zweite Auffälligkeit. 2016 lag der Quadratmeterwert in der Stadt beim rund 1,8-Fachen des Umlands. 2025 ist es das 2,7-Fache. Der Preisabstand hat sich also nicht – wie etwa im Bezirk Baden – verringert, sondern vergrößert. Baugrund in der Stadt selbst ist knapper geworden, während im weitläufigen Bezirk Wiener Neustadt-Land von der Buckligen Welt bis zum Piestingtal weiterhin viele Gemeinden mit Werten unter 100 Euro pro Quadratmeter liegen.

Dazwischen bilden die Nachbargemeinden einen eigenen Preisgürtel (Datenjahr 2025): Bad Fischau-Brunn rund 307, Sollenau rund 296, Ebenfurth rund 269, Katzelsdorf rund 252, Felixdorf rund 243, Theresienfeld und Lanzenkirchen jeweils rund 211, Eggendorf rund 205, Wöllersdorf-Steinabrückl rund 188, Lichtenwörth rund 185 und Zillingdorf rund 176 Euro pro Quadratmeter. Wer ein Grundstück direkt an der Stadtgrenze besitzt, kann also nicht automatisch mit dem Stadtwert rechnen – und umgekehrt sagt der Bezirksdurchschnitt von 123 Euro wenig über ein Grundstück in Sollenau oder Bad Fischau aus.

Wiener Neustadt im niederösterreichischen Vergleich

Mit rund 333 Euro pro Quadratmeter liegt Wiener Neustadt 2025 im Mittelfeld der größeren niederösterreichischen Städte. Deutlich teurer sind die Speckgürtel-Lagen: Mödling rund 765, Baden rund 728, Klosterneuburg rund 719 und Korneuburg rund 501 Euro. In einer ähnlichen Preisklasse wie Wiener Neustadt bewegen sich Tulln an der Donau mit rund 346 und Bruck an der Leitha mit rund 340 Euro. Günstiger sind Krems an der Donau mit rund 233 und die Landeshauptstadt St. Pölten mit rund 226 Euro pro Quadratmeter.

Bemerkenswert ist dabei die Dynamik: St. Pölten hat seinen Wert seit 2016 ebenfalls mehr als verdoppelt, startete aber von einem niedrigeren Niveau. Wiener Neustadt profitiert von der Südbahn-Anbindung nach Wien, dem Hochschul- und Forschungsstandort sowie den Betriebsansiedlungen im Umfeld – Faktoren, die die Nachfrage nach Bauland in der Stadt stützen.

Was die Preisentwicklung beeinflusst

Hinter den Durchschnittswerten stehen mehrere Einflussgrößen, die je nach Jahr unterschiedlich stark wirken:

  • Zinsniveau und Finanzierung: Die Niedrigzinsphase bis 2021 hat Baugrund als Anlage und für Eigenheime attraktiv gemacht; der Zinsanstieg ab 2022 hat die Nachfrage gebremst.
  • Verfügbarkeit von Bauland: In der Stadt sind unbebaute Flächen mit Baulandwidmung knapp. Neue Widmungen und Aufschließungen bestimmen mit, wie viel Angebot auf den Markt kommt.
  • Infrastruktur und Erreichbarkeit: Bahnanbindung, Autobahnanschluss, Schulen, Nahversorgung und Arbeitsplätze wirken sich unmittelbar auf die Zahlungsbereitschaft aus.
  • Zusammensetzung der Verkäufe: Werden in einem Zeitraum überwiegend große, günstige Randflächen oder kleine, zentrale Grundstücke verkauft, verschiebt das den Durchschnitt – unabhängig vom tatsächlichen Wert eines einzelnen Grundstücks.

Warum Durchschnittsdaten nur eine Grundlage sind

Der Ausreißer im Jahr 2020 zeigt die Grenzen der Statistik besonders deutlich: Der Durchschnittswert für die Stadt sank in diesem Jahr rechnerisch auf rund 162 Euro, um 2021 wieder auf rund 230 Euro zu springen. Ein tatsächlicher Preiseinbruch um fast 30 Prozent mit anschließender Erholung um über 40 Prozent ist unwahrscheinlich; sehr viel plausibler ist eine veränderte Zusammensetzung der erfassten Transaktionen. Solche Effekte sind bei Baugrundstücken häufiger als bei Wohnungen, weil die Fallzahlen kleiner und die Grundstücke unterschiedlicher sind.

Für ein konkretes Grundstück kommen weitere Faktoren hinzu, die kein Durchschnittswert abbildet: die genaue Widmung und Bebauungsbestimmungen, der Aufschließungsgrad, Zuschnitt und Hanglage, Altlasten oder Altbestand, Lärmbelastung durch Bahn oder Straße und die Nachfrage im jeweiligen Stadtteil. Die Spanne zwischen einer Zentrumslage und einer Randlage kann deutlich größer sein als die Preisbewegung eines ganzen Jahrzehnts.

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Wer wissen möchte, wo das eigene Grundstück innerhalb dieser Entwicklung steht, kann mit dem IMMOCHECK24 Online-Rechner in wenigen Schritten eine erste, unverbindliche Preiseinschätzung abrufen. Die Berechnung nutzt regionale Durchschnittsdaten und die eigenen Angaben zu Lage und Fläche – kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

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Weitere Informationen zum Verfahren finden Sie auf der Hauptseite Grundstückswert berechnen. Wer ein bebautes Grundstück besitzt, findet im Beitrag Hauspreise Wiener Neustadt die passenden Orientierungswerte; einen Vergleich mit der Kurstadt im Nachbarbezirk bietet die Preisentwicklung Baugrundstücke Baden bei Wien.

Hinweis: Die angezeigte Preiseinschätzung ist unverbindlich und ersetzt keine individuelle Immobilienbewertung, kein Verkehrswertgutachten und keine Sachverständigenbewertung. Die Berechnung nutzt regionale Durchschnittsdaten und nutzerseitige Angaben als Grundlage. Der tatsächliche erzielbare Preis kann je nach Lage, Zustand, Ausstattung, Nachfrage, rechtlicher Situation und weiteren individuellen Faktoren abweichen.

Häufige Fragen zur Preisentwicklung von Bauland in Wiener Neustadt

Wie hat sich der Baulandpreis in Wiener Neustadt seit 2016 entwickelt?

Der regionale Durchschnittswert für Baugrundstücke in der Stadt Wiener Neustadt ist von rund 152 Euro pro Quadratmeter (2016) auf rund 333 Euro (2025) gestiegen, ein Plus von rund 120 Prozent. Der größte Teil des Anstiegs entfiel auf die Jahre bis 2022; seither steigen die Werte nur noch moderat.

Was ist ein Baugrundstück in Wiener Neustadt 2025 rechnerisch wert?

Auf Basis des Durchschnittswerts von rund 333 Euro pro Quadratmeter ergibt sich für ein 600 Quadratmeter großes Grundstück ein grober rechnerischer Richtwert von rund 200.000 Euro, für 800 Quadratmeter rund 267.000 Euro. Der tatsächliche Preis kann je nach Lage, Widmung, Aufschließung und Zuschnitt deutlich abweichen.

Warum ist Bauland in der Stadt so viel teurer als im Bezirk Wiener Neustadt-Land?

In der Stadt sind unbebaute Baulandflächen knapp, die Infrastruktur ist dicht und die Anbindung nach Wien gut. Der Bezirk Land umfasst dagegen auch entlegene Gemeinden in der Buckligen Welt und im Piestingtal mit sehr niedrigen Werten. 2025 liegt der Stadtwert beim rund 2,7-Fachen des Bezirksdurchschnitts – 2016 war es das 1,8-Fache.

Steigen die Grundstückspreise in Wiener Neustadt weiter?

Eine verlässliche Prognose ist aus Durchschnittsdaten nicht ableitbar. Die Werte sind seit 2022 nur noch moderat gestiegen; die weitere Entwicklung hängt unter anderem von Zinsniveau, Baulandwidmungen und der wirtschaftlichen Lage ab. IMMOCHECK24 gibt keine Garantie für zukünftige Preisentwicklungen.

Ersetzt der IMMOCHECK24 Rechner eine Grundstücksbewertung?

Nein. Der Online-Rechner liefert eine unverbindliche rechnerische Orientierung auf Basis regionaler Durchschnittsdaten. Für verbindliche Aussagen – etwa bei Erbschaft, Scheidung oder Bankfinanzierung – ist ein Gutachten eines Sachverständigen erforderlich.

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