20. September 2026

Hauswert Hollabrunn: Was kostet ein Haus im Weinviertel?

Hauswert Hollabrunn: Häuser kosten je nach Grundstück, Baujahr und Wohnfläche rund 721 bis 2.908 €/m² (2025). Jetzt kostenlos & anonym einschätzen.

Der Hausmarkt im Weinviertel hat sich in den vergangenen Jahren spürbar auseinanderentwickelt. Während die Bezirke entlang der Franz-Josefs-Bahn und der A5 näher an Wien stark anzogen, blieb der Bezirk Hollabrunn preislich deutlich zurück – bei einer Wohn- und Baustruktur, die sich von jener in Korneuburg oder Tulln gar nicht so stark unterscheidet. Für Eigentümerinnen und Eigentümer in Hollabrunn bedeutet das: Vergleichszahlen aus dem Speckgürtel führen in die Irre.

Dieser Beitrag ordnet den Hauswert in Hollabrunn deshalb aus der Marktperspektive ein: Welche Quadratmeterpreise weist die amtliche Statistik für den Bezirk aus, wie steht Hollabrunn im Vergleich zu seinen Nachbarbezirken da, und welche Objektmerkmale verschieben den Wert eines einzelnen Hauses innerhalb dieser Spanne.

Hauspreise im Bezirk Hollabrunn: die Werte für 2025

Als regionale Orientierung weist der Immobilienrechner für die Gemeinde 2020 Hollabrunn einen durchschnittlichen Hauspreis von rund 1.624 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche aus. Dieser Einzelwert ist allerdings nur die Mitte einer breiten Spanne.

Die Statistik Austria differenziert die Häuserpreise auf Bezirksebene nach drei Merkmalen: der Grundstücksgröße, der Bauperiode und der Wohnfläche. Für den Bezirk Hollabrunn reichen die Durchschnittspreise damit von rund 721 Euro pro Quadratmeter für ein großzügiges Altbestandshaus auf kleinem Grund bis zu rund 2.908 Euro pro Quadratmeter für ein kompaktes Haus ab Baujahr 1991 auf einem durchschnittlich großen Grundstück. Zwischen diesen beiden Eckwerten liegt der Faktor vier.

Die folgende Übersicht zeigt die Werte für Grundstücke von 530 bis 920 m² – das ist in Hollabrunn die mittlere der drei Grundstückskategorien und damit die typische Bauplatzgröße:

Bauperiode unter 90 m² Wohnfläche 90–130 m² über 130 m²
bis 1960 rund 1.270 €/m² rund 1.116 €/m² rund 872 €/m²
1961–1990 rund 1.980 €/m² rund 1.739 €/m² rund 1.359 €/m²
ab 1991 rund 2.908 €/m² rund 2.554 €/m² rund 1.996 €/m²

Ein Rechenbeispiel dazu: Für ein Haus mit 130 m² Wohnfläche auf einem 700 m² großen Grundstück ergibt sich je nach Baujahr ein sehr unterschiedlicher rechnerischer Richtwert – rund 145.000 Euro bei Baubestand bis 1960, rund 226.000 Euro bei Baujahr zwischen 1961 und 1990 und rund 332.000 Euro bei Baujahr ab 1991. Das sind rechnerische Orientierungswerte auf Basis von Durchschnittsdaten, keine Bewertung eines bestimmten Hauses.

Zur Datenbasis: Die Werte sind geometrische Mittel aus Haustransaktionen der Jahre 2021 bis 2025; Verkäufe vor 2025 wurden auf das Preisniveau 2025 angepasst. Angegeben ist jeweils der Preis pro Quadratmeter Wohnfläche – das Grundstück geht über die Kategorie ein, nicht als eigener Posten.

Hollabrunn im Vergleich: das Preisgefälle im Weinviertel

Die Einordnung wird deutlicher, wenn man immer denselben Haustyp über mehrere Bezirke hinweg betrachtet. In der folgenden Tabelle steht jeweils das gleiche Objekt: Baujahr zwischen 1961 und 1990, 90 bis 130 m² Wohnfläche, mittlere Grundstückskategorie.

Bezirk Euro pro m² Wohnfläche (2025)
Korneuburg rund 3.524
Tulln rund 3.195
Gänserndorf rund 2.710
Krems (Land) rund 2.381
Mistelbach rund 2.019
Hollabrunn rund 1.739
Horn rund 1.573

Das Muster ist eindeutig und folgt im Wesentlichen der Entfernung nach Wien: Im Bezirk Korneuburg kostet dasselbe Haus rechnerisch etwa das Doppelte wie in Hollabrunn, in Tulln etwa das 1,8-Fache. Gegenüber dem östlich angrenzenden Mistelbach liegt Hollabrunn rund 14 Prozent darunter, gegenüber dem weiter nördlich gelegenen Horn rund 11 Prozent darüber.

Für Eigentümer in Hollabrunn hat das zwei praktische Konsequenzen. Erstens sind Angebotspreise aus dem Wiener Umland kein brauchbarer Maßstab – wer sie heranzieht, überschätzt den eigenen Hauswert deutlich. Zweitens verläuft die Preisgrenze auch innerhalb des Bezirks: Gemeinden mit direktem Bahnanschluss Richtung Wien und guter Nahversorgung werden anders nachgefragt als Katastralgemeinden abseits der Hauptachsen. Der Bezirkswert ist ein Mittelwert über beide Lagen.

Was den Wert eines einzelnen Hauses verschiebt

Innerhalb der oben genannten Spanne entscheiden die Merkmale des konkreten Objekts. Besonders relevant sind im Bezirk Hollabrunn:

  • Baujahr und Sanierungsstand: Der Baujahres-Effekt ist in Hollabrunn ausgeprägt – Häuser ab 1991 erzielen rechnerisch mehr als das Doppelte von Bauten bis 1960. Ein umfassend saniertes Altbestandshaus rückt näher an die jüngeren Bauperioden heran, ein unsaniertes fällt zurück.
  • Energiezustand: Heizsystem, Fenster und Wärmedämmung wirken sich auf die Nachfrage aus, seit Betriebskosten stärker in die Kaufentscheidung einfließen. Der Energieausweis ist beim Verkauf ohnehin vorzulegen.
  • Grundstücksgröße und Zuschnitt: Sehr große Grundstücke erhöhen den Gesamtpreis, aber nicht zwingend den Quadratmeterpreis der Wohnfläche – der Käuferkreis wird kleiner, wenn Pflegeaufwand und Kaufpreis steigen.
  • Lage in der Gemeinde: Entfernung zu Bahnhof, Schule und Nahversorgung, Verkehrsbelastung, Ausrichtung und Besonnung. In einer ländlich geprägten Struktur wie im Weinviertel ist der Unterschied zwischen Ortskern und Streulage oft größer als zwischen zwei Nachbargemeinden.
  • Grundriss und Nutzbarkeit: Ehemalige Landwirtschaftsgebäude, Streckhöfe und Nebengebäude bringen Fläche mit, die sich nicht eins zu eins in Wohnfläche umrechnen lässt. Sie wirken je nach Zustand wertsteigernd oder als Sanierungslast.
  • Rechtliche Situation: Dienstbarkeiten, Wege- und Leitungsrechte, offene Bauführungen oder Widmungsfragen wirken sich unmittelbar auf den erzielbaren Preis aus.

Was eine Online-Preiseinschätzung leisten kann – und was nicht

Ein Online-Rechner kombiniert den regionalen Durchschnittswert mit den Angaben, die Eigentümer selbst zu ihrem Haus machen. Das ergibt eine rechnerische Näherung, die für eine erste Einordnung ausreicht: um eine Größenordnung zu haben, bevor Gespräche mit Interessenten oder Maklern anstehen, um ein vorliegendes Angebot grob auf Plausibilität zu prüfen, oder um eine geerbte Liegenschaft überhaupt erst einordnen zu können.

Nicht leisten kann sie eine Besichtigung und Beurteilung vor Ort, die Berücksichtigung von Grundbuchseintragungen, Widmungsdetails und Bauakten, eine gerichtsfeste Wertermittlung oder ein Verkehrswertgutachten. Sobald es um Erbteilung, Scheidung, Kreditbesicherung oder ein Behörden- oder Gerichtsverfahren geht, führt kein Weg an einer individuellen Bewertung durch eine befugte Person vorbei.

Hauswert für Hollabrunn unverbindlich berechnen: Die Ortsseite für Haus bewerten in 2020 Hollabrunn führt direkt zum Rechner – kostenlos, ohne Anmeldung und anonym. Einen allgemeinen Überblick bietet die Seite Hauswert und Hauspreis berechnen, alle weiteren Orte finden sich im Immobilienrechner für Österreich.

Hinweis: Die angezeigte Preiseinschätzung ist unverbindlich und ersetzt keine individuelle Immobilienbewertung, kein Verkehrswertgutachten und keine Sachverständigenbewertung. Die Berechnung nutzt regionale Durchschnittsdaten und nutzerseitige Angaben als Grundlage. Der tatsächliche erzielbare Preis kann je nach Lage, Zustand, Ausstattung, Nachfrage, rechtlicher Situation und weiteren individuellen Faktoren abweichen.

Häufige Fragen zum Hauswert in Hollabrunn

Was kostet ein Haus in Hollabrunn aktuell?

Als regionale Orientierung liegt der durchschnittliche Hauspreis in 2020 Hollabrunn bei rund 1.624 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die amtlichen Bezirkswerte für 2025 reichen je nach Grundstücksgröße, Bauperiode und Wohnfläche von rund 721 bis rund 2.908 Euro pro Quadratmeter. Es handelt sich um statistische Durchschnittswerte, nicht um Angebots- oder Verkaufspreise einzelner Objekte.

Warum ist der Hauswert in Hollabrunn niedriger als in Korneuburg oder Tulln?

Ausschlaggebend ist vor allem die Entfernung zu Wien und die Verkehrsanbindung. Für ein vergleichbares Haus aus der Bauperiode 1961 bis 1990 weist die Statistik für den Bezirk Korneuburg rund 3.524 Euro pro Quadratmeter aus, für Tulln rund 3.195 Euro und für Hollabrunn rund 1.739 Euro. Bau- und Wohnstruktur unterscheiden sich weniger stark als die Nachfrage.

Wie wird der Hauswert in Hollabrunn berechnet?

Der Online-Rechner verbindet regionale Durchschnittsdaten für den Bezirk Hollabrunn mit den Angaben, die Eigentümer zu Wohnfläche, Grundstücksfläche, Baujahr und Zustand machen. Daraus entsteht eine rechnerische Preisindikation als erste Orientierung – keine Bewertung des Objekts vor Ort.

Ersetzt der IMMOCHECK24 Rechner eine Immobilienbewertung?

Nein. Das Ergebnis ist eine unverbindliche statistische Ersteinschätzung. Ein Verkehrswertgutachten, eine Liegenschaftsbewertung oder eine Sachverständigenbewertung wird dadurch nicht ersetzt. Für Erbteilung, Scheidung, Kreditbesicherung oder Verfahren ist eine individuelle Bewertung durch eine befugte Person erforderlich.

Welche Faktoren beeinflussen den Hauswert in Hollabrunn am stärksten?

In der Praxis sind es Baujahr und Sanierungsstand, der Energiezustand, die Lage innerhalb der Gemeinde, Zuschnitt und Größe des Grundstücks sowie die rechtliche Situation der Liegenschaft. Der Unterschied zwischen einem unsanierten Haus aus den 1950er-Jahren und einem Neubau ab 1991 beträgt im Bezirk Hollabrunn rechnerisch mehr als das Doppelte pro Quadratmeter.

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