Platz zwei von acht – so schneidet der Bezirk Korneuburg ab, wenn man die rechnerischen Quadratmeterwerte für Einfamilienhäuser in den größeren Städten und Bezirken Niederösterreichs nebeneinanderlegt. Mit rund 3.520 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegt der regionale Durchschnittswert für ein typisches Haus mittlerer Größe und mittleren Baujahrs im Datenjahr 2025 nur hinter Mödling – und deutlich vor Baden, Krems, Tulln, Wiener Neustadt, St. Pölten und Amstetten. Wer ein Haus in Korneuburg besitzt, hat damit einen brauchbaren Ausgangspunkt, um den eigenen Hauswert erstmals einzuordnen. Was hinter dieser Zahl steckt, wie stark sie sich je nach Objekt verschiebt und wo ihre Grenzen liegen, zeigt dieser Beitrag.
Der Orientierungswert: rund 3.520 Euro pro Quadratmeter
Grundlage sind die Durchschnittsdaten der Statistik Austria für Einfamilienhäuser im Bezirk Korneuburg. Sie beruhen auf Transaktionen der Jahre 2021 bis 2025, die auf das Preisniveau 2025 umgerechnet wurden, und werden nach Baujahr, Wohnfläche und Grundstücksgröße unterschieden. Für die mittlere Kombination – Baujahr 1961 bis 1990, 90 bis 130 m² Wohnfläche, Grundstück zwischen 550 und 760 m² – weist die Statistik einen rechnerischen Quadratmeterwert von rund 3.520 Euro aus.
Auf Basis der verfügbaren Durchschnittsdaten aus dem Jahr 2025 liegt der rechnerische Orientierungswert für Einfamilienhäuser im Bezirk Korneuburg bei rund 3.520 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Bei einer angenommenen Wohnfläche von 120 m² ergibt sich ein grober rechnerischer Richtwert von rund 423.000 Euro. Der tatsächliche Preis kann je nach Lage, Zustand, Ausstattung und weiteren Faktoren deutlich abweichen.
Wichtig für die Einordnung: Es handelt sich um einen Bezirkswert. Die Stadt Korneuburg selbst wird in den Häuserpreisdaten nicht gesondert ausgewiesen. Dass die Stadtgemeinde innerhalb des Bezirks eher im oberen Bereich liegt, legen die Grundstücksdaten nahe – dort liegt Korneuburg rund drei Viertel über dem Bezirksdurchschnitt. Für ein Haus in Stadtlage kann der tatsächliche Wert daher über dem hier genannten Bezirkswert liegen, für ein Haus in den nördlichen Gemeinden des Bezirks eher darunter.
Wie weit sich der Wert vom Mittelwert entfernt
Die 3.520 Euro sind ein Mittelpunkt, kein Fixwert. Die vollständige Spanne der Bezirksdaten reicht von rund 2.040 bis rund 5.150 Euro pro Quadratmeter. Drei Merkmale bestimmen, wo ein konkretes Haus innerhalb dieser Spanne landet:
- Baujahr: Ein Haus aus der Zeit ab 1991 liegt bei sonst gleichen Merkmalen bei rund 4.010 Euro pro Quadratmeter, also etwa 14 Prozent über dem Mittelwert. Ein Haus, das vor 1960 errichtet wurde, kommt auf rund 2.620 Euro – gut ein Viertel weniger. Der Neubau-Aufschlag fällt in Korneuburg damit spürbar moderater aus als etwa in Krems, wo er über 30 Prozent beträgt.
- Wohnfläche: Kleinere Häuser erzielen pro Quadratmeter deutlich mehr. Unter 90 m² Wohnfläche liegt der Wert bei rund 4.530 Euro, über 130 m² nur noch bei rund 2.850 Euro. Zwischen der kleinsten und der größten Flächenklasse liegen fast 40 Prozent – ein Effekt, den Eigentümer großer Häuser häufig unterschätzen.
- Grundstücksgröße: Hier fällt Korneuburg aus dem gewohnten Muster. Der Sprung von einem kleinen Grundstück (unter 550 m²) auf ein mittleres bringt rund 7 Prozent mehr pro Quadratmeter Wohnfläche. Ein großes Grundstück über 760 m² bringt gegenüber dem mittleren praktisch keinen weiteren Aufschlag – in mehreren Kombinationen liegt der Wert sogar leicht darunter. Große Gärten werden im Bezirk Korneuburg rechnerisch kaum zusätzlich honoriert.
Für das oben genannte Beispielhaus mit 120 m² bedeutet das: Als Neubau läge der grobe Richtwert bei rund 481.000 Euro, als Vorkriegsbau bei rund 315.000 Euro. Bei gleichem Baujahr, aber nur 100 m² Wohnfläche ergäben sich rund 352.000 Euro, bei 140 m² rund 493.000 Euro – allerdings jeweils mit dem niedrigeren beziehungsweise höheren Quadratmeterwert der jeweiligen Flächenklasse, was die Unterschiede in der Praxis wieder etwas glättet.
Korneuburg im niederösterreichischen Vergleich
Der zweite Rang aus der Einleitung verdient einen genaueren Blick. Verglichen werden jeweils Häuser mit 90 bis 130 m² Wohnfläche, Baujahr 1961 bis 1990 und mittlerer Grundstücksgröße im Datenjahr 2025: Mödling liegt mit rund 4.470 Euro klar an der Spitze, danach folgt Korneuburg mit rund 3.520 Euro. Baden kommt auf rund 3.240 Euro, Krems an der Donau auf rund 3.220 Euro, Tulln auf rund 3.200 Euro. Wiener Neustadt (rund 2.850 Euro), St. Pölten (rund 2.810 Euro) und Amstetten (rund 2.370 Euro) liegen deutlich darunter.
Der Abstand zu Mödling beträgt gut 20 Prozent, der Vorsprung gegenüber Baden knapp 9 Prozent. Dass Korneuburg im nördlichen Wiener Umland auf Augenhöhe mit den klassischen Speckgürtel-Lagen im Süden liegt, passt zur Lage an der Donau, zur S-Bahn-Anbindung nach Wien und zur Nähe zum Wiener Stadtrand. Für Eigentümer heißt das: Wer den eigenen Hauswert an Vergleichswerten aus St. Pölten oder Wiener Neustadt ausrichtet, setzt ihn tendenziell zu niedrig an.
Was der Rechner leisten kann
Der Immobilienrechner von IMMOCHECK24 übersetzt die statistischen Durchschnittswerte in eine unverbindliche Preiseinschätzung für ein konkretes Haus. Eingegeben werden Wohnfläche, Grundstücksfläche, Baujahr und Zustand – der Rechner ordnet das Objekt der passenden Datenklasse zu und liefert innerhalb weniger Klicks einen rechnerischen Richtwert, ohne Registrierung und ohne Kosten. Das Ergebnis eignet sich als erste Orientierung: vor einem Verkaufsgespräch, bei einer Erbschaft, bei Überlegungen zur Vermietung oder einfach, um den eigenen Vermögensstand grob einzuschätzen.
Was der Rechner nicht leisten kann
Der Rechner kennt weder die Straße noch das Haus. Mikrolage, Sanierungsstand, Energiekennwerte, Grundriss, Lärm, Aussicht, Hochwassersituation in Donaunähe oder rechtliche Besonderheiten wie Wohnrechte fließen nicht ein. Auch die aktuelle Nachfrage in einem Ortsteil bildet ein Fünfjahres-Durchschnitt nicht ab. Das Ergebnis ist eine rechnerische Schätzung auf Basis regionaler Durchschnittsdaten – kein Verkehrswertgutachten, keine Sachverständigenbewertung und keine Grundlage für Verhandlungen mit Käufern oder Banken. Wer eine belastbare Bewertung braucht, kommt um einen Sachverständigen oder eine fachkundige Einschätzung vor Ort nicht herum.
Hauswert für Korneuburg jetzt unverbindlich berechnen
Für ein Haus in der Stadt Korneuburg steht eine eigene Ortsseite zur Verfügung: Haus bewerten in 2100 Korneuburg. Wer ein Haus in einer anderen Gemeinde des Bezirks oder außerhalb Niederösterreichs einschätzen möchte, startet über die allgemeine Rechnerseite: Jetzt Hauswert unverbindlich berechnen.
Weitere Beiträge zu Korneuburg: Quadratmeterpreis Eigentumswohnungen Korneuburg – 2025 und Quadratmeterpreis Baugrundstücke Korneuburg – 2025.
Hinweis: Die angezeigte Preiseinschätzung ist unverbindlich und ersetzt keine individuelle Immobilienbewertung, kein Verkehrswertgutachten und keine Sachverständigenbewertung. Die Berechnung nutzt regionale Durchschnittsdaten und nutzerseitige Angaben als Grundlage. Der tatsächliche erzielbare Preis kann je nach Lage, Zustand, Ausstattung, Nachfrage, rechtlicher Situation und weiteren individuellen Faktoren abweichen.
Häufige Fragen zum Hauswert in Korneuburg
Was ist ein Haus in Korneuburg aktuell wert?
Als rechnerischer Orientierungswert gilt für den Bezirk Korneuburg im Datenjahr 2025 ein Wert von rund 3.520 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für ein Haus mittlerer Größe aus den Jahren 1961 bis 1990. Je nach Baujahr, Wohnfläche und Grundstück reicht die Spanne von rund 2.040 bis rund 5.150 Euro. Der tatsächliche Wert eines einzelnen Hauses kann davon abweichen.
Wie wird der Hauswert für Korneuburg berechnet?
Der Rechner ordnet die Angaben zu Wohnfläche, Grundstück, Baujahr und Zustand den regionalen Durchschnittsdaten zu und leitet daraus eine unverbindliche Preiseinschätzung ab. Grundlage sind Transaktionsdaten der Statistik Austria, die auf das Preisniveau 2025 umgerechnet wurden.
Warum kann der tatsächliche Preis vom Durchschnittswert abweichen?
Durchschnittswerte fassen viele unterschiedliche Häuser zusammen. Lage innerhalb der Gemeinde, Sanierungszustand, Energiestandard, Grundriss, Ausstattung und die aktuelle Nachfrage sind darin nicht enthalten. Zwei Häuser mit identischen Eckdaten können deshalb spürbar unterschiedliche Preise erzielen.
Ersetzt der IMMOCHECK24 Rechner eine Immobilienbewertung?
Nein. Der Rechner liefert eine rechnerische Ersteinschätzung auf Basis regionaler Durchschnittsdaten. Er ersetzt kein Verkehrswertgutachten, keine Sachverständigenbewertung und keine Einschätzung vor Ort.
Welche Faktoren beeinflussen den Hauswert in Korneuburg besonders?
Rechnerisch wirken Wohnfläche und Baujahr am stärksten, während die Grundstücksgröße im Bezirk Korneuburg vergleichsweise wenig Einfluss hat. In der Praxis kommen Mikrolage, Nähe zu Bahn und Donau, Zustand und Energieeffizienz hinzu.

